Starke Leistungen im Becken: Nachwuchs des VfL 1860 Marburg überzeugte bei Vereinsmeisterschaften
Beeindruckende Zeiten und große Begeisterung: Der VfL 1860 Marburg lud zu den diesjährigen Vereinsmeisterschaften ein, bei denen insbesondere die jüngsten Jahrgänge mit beachtlichen Leistungen im Wasser glänzten. Von den kleinsten Startern bis hin zu den erfahrenen Jugend- und Altersklassen zeigten die Schwimmerinnen und Schwimmer ein hohes sportliches Niveau und viel Kampfgeist.
Früh übt sich: Die jüngsten Starter (2021–2019)
Ein besonderes Highlight war der Auftritt des jüngsten Teilnehmers: Mattis Gabriel Hagemann (Jg. 2021) meisterte die 25m-Strecke sowohl im Brustschwimmen (01:15,17 Min.) als auch im Rücken (00:58,58 Min.) und wurde unter großem Applaus zweifacher Vereinsmeister.
Auch in den Jahrgängen 2020 und 2019 waren Seriensieger zu bewundern. Jaane Bonck (Jg. 2020) sicherte sich gleich in drei Disziplinen den Titel: Sie siegte über 25m Brust (00:44,70), 25m Freistil (00:44,90) und 25m Rücken (00:59,48). Ebenfalls dreifach erfolgreich war Thore Bieberle Aumann (Jg. 2019), der die männliche Konkurrenz in seinem Jahrgang dominierte und sich Gold über 25m Brust (00:39,18), 25m Freistil (00:32,91) und 25m Rücken (00:39,55) sicherte. Dahinter belegten William Ghassemi und Avi Halder mit konstanten Leistungen mehrfach die Podestplätze.
Besonders umkämpft waren die Siege bei den Mädchen des Jahrgangs 2019. Während Merle Astor über 25m Brust in 00:35,19 triumphierte, setzte sich Elisa Kern über 25m Freistil (00:32,07) an die Spitze. In der Disziplin 25m Rücken konnte Johanna Kern (00:35,86) das knappe Rennen für sich entscheiden, dicht gefolgt von Nora Geißler und Runi Schütt.
Nachwuchstalente auf Erfolgskurs (Jahrgänge 2018–2014)
Über die 50m-Strecken zeigten die älteren Nachwuchsklassen ihr Können. Im Jahrgang 2018 siegte Marie Gerkau (82 Punkte) vor Jutta Hagemann (79) und Ariana Brust (60). Bei den Jungen gewann Bruno Brittinger (79 Punkte), gefolgt von Jonas Raabe (68) und Hannes Lemmer (66).
Lara Gerkau sicherte sich im Jahrgang 2017 mit 238 Punkten souverän den Titel vor Louana Brittinger (203) und Hannah Gierer (184). Bei den Jungen siegte hier Jonathan Joeres (103) vor Jannes Müller (72). Im Jahrgang 2016 wurde Alva Böttcher (155 Punkte) Vereinsmeisterin, gefolgt von Ella Arin (111) und Ilsa Herzmann (92). Bei den Jungen gewann Konstantin Weber mit 213 Punkten vor Neel Halder (158) und Florian Werner (92).
Besonders deutlich fiel die Entscheidung im Jahrgang 2015 aus: Emma Marie Bösser dominierte das Feld mit 803 Punkten. Zweite wurde Isabella Marie Reutzel (413), Dritte Sue Elea Heinen (300). Bei den Jungen siegte Adam Julian Khatib (133 Punkte) vor Tadija Rakic (110) und Bennet Riechmann (87). Den Abschluss bildete der Jahrgang 2014, in dem Samuel Pacho (338 Punkte) den Titel holte, gefolgt von Niklas Hof (257) und Raik Schütt (191).
Vielseitigkeit in den Jugendklassen (Jahrgänge 2013–2007)
In den höheren Jahrgängen stiegen die Punktzahlen durch Vielseitigkeitswertungen deutlich an. Überragende 1.435 Punkte erreichte Luca Anna Zink im Jahrgang 2013. Die Plätze zwei und drei gingen an Sara Arin (1.160) und Sophie Kaufmann (1.073). Bei den Jungen siegte Julian Friz (654 Punkte).
Im Jahrgang 2012 erkämpfte sich Lara Rose Khatib mit 1.371 Punkten den ersten Platz vor Aurelia Thielicke (1.007) und Freya Endres (239). Thore Schütt (480 Punkte) gewann die Jungenwertung vor Lino Ellenberger (456) und Ilyas Schick (314). Die Tagesbestleistung lieferte Helene Traxel (Jahrgang 2011) mit beeindruckenden 1.636 Punkten. Ebenfalls rundherum zufrieden war auch Antonjia Rakic mit ihrem Abschneiden. Bei den Jungen siegte Johannes Berberich (843) vor Radmehr Javaheri Zadeh (551) und Tjark Schütt (433).
In den ältesten Jahrgängen sicherten sich Nino Noah Lammerskötter (Jg. 2010, 1.163 Punkte), Ronja Schütt (Jg. 2009, 1.295 Punkte) sowie Jona Schneider (Jg. 2007/08, 577 Punkte) und Kaiden Endres (Jg. 2007/08, 798 Punkte) die begehrten Titel.
Erfahrung als Erfolgsrezept
In der Masters-Wertung zeigten die Routiniers, dass Schnelligkeit und Ausdauer keine Frage des Alters, sondern der Technik sind. Ein besonderes Highlight setzte Daniel Hagner (Jg. 1999), der über die kräftezehrenden 400m Freistil in einer beeindruckenden Zeit von 04:46,51 Min. den ersten Platz belegte.
Auch Ilka Herbener (Jg. 1975) demonstrierte ihre Klasse und sicherte sich ein Triple an Goldmedaillen. Sie dominierte ihre Wertungsklasse über 50m Brust (00:47,51), 100m Lagen (01:35,71) sowie 50m Rücken (00:42,13) souverän.
Starke Leistungen im Überblick
Die Masters-Abteilung glänzte durchweg mit Top-Platzierungen: Mara Epifani (Jg. 1989): Errang Gold über 400m Freistil (05:41,24) und Silber über 100m Lagen. Simone Kern (Jg. 1991): Überzeugte mit ersten Plätzen über 50m Brust, 100m Lagen und 50m Freistil (00:34,12). Yuvaraj Jothikrishnan (Jg. 1986): Ein wahrer Allrounder, der über 50m Brust, 100m Lagen, 50m Freistil und 50m Schmetterling jeweils den ersten Platz belegte.
Schmidt (Jg. 1985): Holte Gold über die Langstrecke (400m Freistil in 07:10,60) sowie über 100m Freistil.
Brückenschlag zwischen den Generationen
Dass der VfL 1860 Marburg eine echte Schwimmfamilie ist, zeigten die Ergebnisse der Familie Schütt. Während Frank Roth (Jg. 1973) bei den Masters über 400m Freistil, 50m Freistil und 100m Freistil jeweils siegte, räumten auch die jüngeren Familienmitglieder wie Ronja Schütt (Jg. 2009) mit fünf ersten Plätzen und der Nachwuchs in den Jahrgängen 2012 bis 2019 kräftig ab.
Ebenfalls hervorzuheben ist die Leistung von Thorben Herzig (Jg. 1997), der die 50m Rücken in 00:37,48 Min. für sich entschied, sowie Linda Hagemann (Jg. 1990), die über 100m Freistil (01:25,06) nicht zu schlagen war.
Ein positives Resümee
Neben den sportlichen Einzelerfolgen stand vor allem die tolle Stimmung am Beckenrand und bei der Siegerehrung vor dem Hallenbad im Vordergrund. Trainer und Verantwortliche zeigten sich höchst zufrieden mit der Entwicklung ihrer Schützlinge. „Diese Ergebnisse sind der Lohn für das harte Training der letzten Monate“, resümierte das Trainerteam. Nach diesem erfolgreichen Wettkampftag blicken alle gespannt auf die kommenden Herausforderungen bei nächsten Wettkämpfen.


