Spannung und Teamgeist bei der DMS

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Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft Schwimmen (DMS) zählt jedes Jahr zu den wichtigsten Teamwettbewerben im deutschen Schwimmsport. Die DMS wird nach einem besonderen Modus ausgetragen: Jeder Verein stellt eine Mannschaft, deren Schwimmerinnen und Schwimmer in allen olympischen Schwimmdisziplinen an den Start gehen. Für jede geschwommene Zeit werden nach einer Punktetabelle Zähler vergeben, die am Ende addiert werden. Der Verein mit der höchsten Gesamtpunktzahl gewinnt den Titel und kann sich Hoffnungen auf den Aufstieg machen.

Am dritten Adventswochenende gingen für die Damen- und Herrenmannschaft des VfL Marburg bei der DMS an den Start. Für die Damen ging es in der Oberliga in Frankfurt-Höchst um den Klassenerhalt, während die Herren in Marburg in der Landesliga um Punkte kämpften. Kurzfristige Absagen führen zu spontanen Umstellungen in der Mannschaftsaufstellung und sind eine große Herausforderung.

Die Damenmannschaft des VfL 1860 Marburg erreichte mit 13.372 Punkten den 11. Platz und verpasste damit den Klassenerhalt und steigt in die Landesliga ab.

Bereits mit Beginn stand der Auftritt unter keinem guten Stern. Franziska Thies schwächelte nach der Disqualifikation über 200m Lagen und musste auf das Nachschwimmen verzichten. Die fehlenden Punkte konnten bis zum Schluss nicht mehr wettgemacht werden. Tabea Berling absolvierte 5 Starts und erzielte über 100m Rücken in 1:16,19 min und 100m Lagen in 1:15,78 min persönliche Bestzeiten. Anna Jennemann bestach einmal mehr mit einer herausragenden Vielseitigkeit bei ihren Starts über 200m, 400m, 800m Freistil sowie 200m Schmetterling und 400m Lagen. Besonders zufrieden war das Trainerteam von den gleichmäßigen Splits über die 800m Freistil mit Endzeit von 9:51,20 min. und 400m Lagen  (5:33,78). Ebenfalls mit fünf Starts voll in den Dienst der Mannschaft stellte sich Jasmin Lemanschick, die  in allen Bruststrecken persönliche Bestzeiten erzielte. Julia Overberg lieferte schnelle Zeiten unter anderem beim über Saisonrekord im Rennen über 100m Lagen in 1:10,87 min. Eine Klassezeit lieferte sie mit 1:09,66 Min. über 100m Rücken ab.

Über sich hinaus wuchs Isabel Sonthoff, die mit einem noch nicht ganz ausgeheilten Bäderriss am Knöchel, an den Start ging. Wertvolle Punkte lieferte sie über 100 und 200m Schmetterling sowie 400m Freistil ab. Helene Traxel, die jüngste im VfL-Team, lieferte starke Zeiten ab. Schlug sie über 10m Brust in 1:19,02 Min. an, so blieben die Uhren über 400m Lagen bei der neuen Bestzeit von 6:02,41 Min. stehen.

Sophie Wagner absolvierte neben den geplanten 50, 100 und 200m Freistil am Ende auch noch die 1500m Freistil mit einem neuen persönlichen Rekord. Die genannten Zahlen verdeutlichen, wie knapp der Abstand zwischen den Teams war und wie entscheidend jede einzelne Leistung für das Gesamtergebnis ist. Der VfL 1860 Marburg muss nun in der kommenden Saison in der Landesliga antreten.

Ebenfalls nicht die Klasse halten konnte auch das Männerteam, das im Aquamar in der Landesliga am antreten musste. Auch hier gab es kurzfristige personelle Ausfälle, die nicht kompensiert werden konnten. Hinzu kam eine Nullnummer im 400m Lagen Schwimmen und am Ende fehlten ganze 78 Punkte zum Klassenerhalt.

Herausragende Leistungen der Herrenmannschaft

Allen voran zeigte Alexander Kunath seine Vielseitigkeit: Mit 0:23,99 Minuten über 50m Freistil stellte er eine neue persönliche Bestzeit auf, ebenso wie mit 0:59,83 Minuten über 100m Schmetterling (Vereinsrekord). Auch über 100m Lagen (1:04,16 min) und 100m Freistil (0:53,49 min) gelangen ihm Saisonrekorde. Auch Daniel Hagner  überzeugte mit starken Zeiten: Über 400m Lagen (5:18,69 min) und 400m Freistil (4:33,11 min) schwamm er jeweils Saisonrekord, über 50m Schmetterling (0:29,19 min) persönliche Bestzeit. Seine Vielseitigkeit zeigte er zudem über 200m Freistil und 100m Schmetterling.

Langstreckenspezialist Thorben Herzig  glänzte über 1500m Freistil mit einer neuen persönlichen Bestzeit von 19:55,73 Minuten. Auch über 100m Freistil (1:03,74 min) und 200m Schmetterling (3:01,38 min) gelangen ihm Saisonbestzeiten. Der Nachwuchs präsentierte sich ebenfalls stark: Noah Lammerskötter verbesserte sich über 200m Rücken (2:52,37 min) und 100m Rücken (1:18,96 min) jeweils auf persönliche Bestzeit.

Lennardt Langenbach und Jakob Schul konnten mit neuen Bestzeiten überzeugen. Langenbach schwamm die 50m Brust in 0:31,95 min und die 50m Rücken in 0:29,82 min jeweils so schnell wie nie zuvor. Schul verbesserte sich über 50m Brust (0:31,29 min) und 100m Rücken (1:05,18 min). Besonders hervorzuheben ist Alejandro Serquen Urrutia, der über 400m Freistil (4:39,09 min), 800m Freistil (9:40,65 min) und 200m Schmetterling (2:53,17 min) jeweils persönliche Bestzeiten erzielte. Auch Gregor Vondermühl  zeigte mit Bestzeiten über 200m Lagen (2:32,46 min) und 100m Brust (1:20,06 min) seine starke Form.

Die Herren