Bei den Hessischen Kurzbahnmeisterschaften 2026 in Wiesbaden präsentierte sich das Team des VfL Marburg in hervorragender Form. Bereits zum Auftakt gab es ein besonderes Highlight: Beim traditionellen Einlauf der Vereine mit ihren Flaggen durfte Luca Zink die Fahne für den VfL tragen – eine verdiente Auszeichnung für ihre überragende sportliche Entwicklung im vergangenen Jahr.
Angeführt von einer idealen Vorbereitung im Trainingslager und der engagierten Betreuung durch das Trainerteam belohnte sich die Mannschaft mit einer beeindruckenden Ausbeute von insgesamt 2x Gold, 2x Silber und 3x Bronze sowie zahlreichen persönlichen Bestzeiten auf Landesebene.
Helene Traxel schwimmt mit Vereinsrekorden zu Gold und ins Finale
Ein perfektes Wochenende erwischte Helene Traxel: Bei allen vier Starts stellte sie neue persönliche Bestzeiten auf und krönte ihre Form mit zwei neuen Vereinsrekorden über 100m und 200m Brust. Zum Auftakt nutzte sie die 50m Freistil (30,67 Sek.) als gelungenes Warmup, bevor sie über 50m Brust richtig aufdrehte. In 34,09 Sekunden sicherte sie sich nicht nur mit fast einer Sekunde Vorsprung die Goldmedaille in einem extrem starken Teilnehmerfeld, sondern qualifizierte sich damit auch für das Finale der sechs schnellsten Schwimmerinnen der gesamten Veranstaltung. Im Finale schlug sie mit 34,23 Sek. als Sechste an. Es folgten zwei Bronzemedaillen über 100m und 200m Brust. Mit den Endzeiten von 1:15,18 bzw. 2:41,19 Min. unterbot sie die bestehenden Vereinsrekorde deutlich.
Gold, Silber und starke Zeiten für Emma Bösser und Luca Zink
Luca Zink zeigte ein bärenstarkes und strammes Programm. Über 200m Freistil lieferte sie sich ein packendes Duell an der Spitze: Bis zur letzten Bahn lag sie in Führung und musste sich erst auf den allerletzten Metern hauchdünn geschlagen geben – der Lohn war ein hervorragender Silberrang in 2:17,30 Minuten. Über 400m Freistil steigerte sie ihre Bestzeit um ganze fünf Sekunden (4:52,84 Min.) und schrammte als Vierte nur knapp am Podest vorbei. Direkt nach dem 200m-Freistil-Rennen ging sie trotz extrem kurzer Pause über 200m Rücken an den Start und belegte in 2:40,97 Minuten Platz 7. Als 7. über 100m Rücken (1:14,52 Min.,) und 50m Freistil (30,05 Sek., Rang 11 von 44) rundete sie ihren starken Auftritt ab.
Zunächst mit Silber belohnt wurde Emma Bösser. Über 100m Rücken (1:15,44) schrammte sie mit neuer Bestzeit als Zweite nur hauchdünn an Gold vorbei. Über 50m Rücken sicherte sie sich in einem schnellen Rennen die Bronzemedaille. Dann, nach einem langen Wettkampf Wochenende setzte sie im letzten Rennen mit einer Goldmedaille noch ein dickes Ausrufezeichen: Über 200m Rücken steigerte sie ihre persönliche Bestzeit um überragende fünf Sekunden auf 2:39,52 Min. Minuten. Ergänzt wurde ihre Leistung durch Platz 4 über 50m Schmetterling und Rang 8 mit Bestzeit über 50m Freistil.
Solide Auftritte und starke Platzierungen
Auch die weiteren VfL Aktiven zeigten durchweg ansprechende Leistungen:
- Sophie Kaufmann bewies Ausdauer und Nervenstärke. Über 200m Brust steigerte sie ihre Bestzeit – obwohl sie erst am vorherigen Wochenende bei den Bezirksmeisterschaften eine deutliche Bestzeit geschwommen war – um eine weitere Sekunde auf 3:03,07 Minuten (Platz 5). Über 50m Brust verpasste sie die Bestzeit nur knapp und belegte in 39,09 Sekunden Platz 10 in einem dicht besetzten Feld. Über 100m Brust reichte es nach unpassenden Wendezügen zu Platz 9.
- Lara Khatib ging in einem stark besetzten Feld an den Start und belegte über 50m Brust (39,45 Sek.) den 20. Platz sowie über 100m Brust (1:29,68 Min.) den 18. Platz.
- Sara Arin zeigte bei ihrem Meisterschafts Debüt über 50m Freistil ein solides Rennen und schlug nach 33,74 Sekunden an.
- Jakob Schul ging am Sonntag auf zwei Nebenstrecken an den Start. Über 50m Rücken (30,12 Sek.) konnte er sich gegen die Konkurrenz aus Wetzlar durchsetzen. Über 50m Schmetterling (27,67 Sek.) schrammte er nur knapp an seiner persönlichen Bestzeit vorbei.
- Clemens Ziegler belohnte sich bei seinem Comeback nach verletzungsbedingter Pause und meldete sich über 50 Meter Freistil (29,75 Sekunden) eindrucksvoll zurück.
